Verkehrsplanung
Betriebs- und Gestaltungskonzept Bahnhofareal Wald
Mit dem öffentlichen Gestaltungsplan «Bahnhof Wald ZH» wird an zentraler, verkehrsgünstiger Lage eine Strukturtransformation eingeleitet. Diese basiert auf einem prämierten Studienbeitrag und einem Richtkonzept der asa AG. An der Gemeindeversammlung vom 19. September 2023 wurde der öffentliche Gestaltungsplan durch die Gemeindeversammlung genehmigt und seitens Kanton festgesetzt. Er bildet die massgebliche Basis für das zu erarbeitende Betriebs- und Gestaltungskonzept Bahnhofareal.
Die bestehende und bewährte Begegnungszone auf der nördlichen Bahnhofstrasse wird bis zur südwestlichen Arealzufahrt Steiner ausgedehnt. Dank der Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und dem Vortrittsrecht des Fussverkehrs werden die unterschiedlichsten Mobilitätsansprüche (Fuss-/Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Anlieferung, Parkierung, Temporärnutzungen etc.) in einem fehlertoleranten Verkehrsumfeld ausgewogen berücksichtigt.
Die heute linear geprägte Verkehrsführung wird durch eine platzartige Gestaltung von Fassade zu Fassade abgelöst. Eine friesartige Granitrinne dient für seheingeschränkte Menschen als Führungselement, definiert subtil den ertastbaren Fahrbereich über den Bahnhofplatz an und ermöglicht rund um den neuen Platz eine optionale Zirkulation ausserhalb der Fahrwege des motorisierten Verkehrs. Im Weiteren integriert das erwähnte Rinnenelement elegant die Entwässerung.
Funktion und Gestaltung bilden auch im Bereich der Bushaltestellen eine Einheit. Eine Betonplatte vor dem historischen Aufnahmegebäude strukturiert den Platz mit einem Materialwechsel, löst die Linearität auf und gewährleistet für die spurtreuen Fahrbeziehungen der Busse einen langlebigen Unterbau. Diese Materialisierung thematisiert das Einzelschutzobjekt «Aufnahmegebäude» als zentrales Element in der Platzkonzeption.
Eine alleeartige Baumpflanzung auf dem grosszügigen, 4.50 Meter breiten Trottoir säumt ab der Laupenstrasse die südwestliche Bahnhofstrasse. Drei markante, gezielt positionierte Solitärbäume auf dem Bahnhofplatz kammern den Raum in der dritten Dimension. Im Schatten der Kronen entstehen drei kleine, multifunktionale Plätze, die z.B. für eine erweiterte Gastronutzung, eine Geschäftsauslage oder eine spontane Standaktion temporär genutzt werden können. Diese liegen durch die bewusste Setzung der Bäume und der Möblierung sowie durch die Anordnung der Personenwagenparkierung so im Raum, dass sie vom motorisierten Verkehr nicht tangiert werden. Dezentral angeordnete Sitzbänke stehen für eine kurze Rast oder eine soziale Interaktion bereit, der Brunnen bahnhofseitig thematisiert das Element Wasser, welches für die Waldner:innen von historischer Bedeutung ist.
Basierend auf dem vorliegenden Betriebs- und Gestaltungskonzept läuft aktuell die Ingenieurausschreibung für das Vor-/Bauprojekt. Das Projekt sichert gleichzeitig eine Mitfinanzierung durch das Agglomerationsprogramm Obersee.
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